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Mein Kind (Chapter 03)

 

Das Jahr 2013 hat uns ein lebenswichtiges Gut bisher vorenthalten. Die Sonne und Ihr Leben und Freude schenkendes Licht war so selten zu sehen, wie nie in der Historie der Wetteraufzeichnungen. Wenn aufgrund des fehlenden Sonnenlichts so wenig Melatonin im Körper ausgeschüttet wird, kann man(n) schon mal melancholisch werden. An einem dieser dunklen, grauen Tage im Frühjahr 2013 sind mir folgende Zeilen wieder eingefallen:

 

Mein Kind – nicht geboren und nicht mal gezeugt, ich denk an Dich. Wie es sein wird, wenn Du lebst, zum Menschen wirst. Wie Du lernst, verstehst und Dich auch oft irrst. Es wär schön, wenn ich’s mit Dir erleb, doch ich hab Angst. Das die Welt zerbricht und ich kann nichts tun für Dich.

 

Mein Kind – kleine Mädchen werden schnell zu Frauen. Ich stell mir vor, wie Du Dir jedes kleine Recht erkämpfen musst. Dein Gesicht zählt mehr als das was Du sagst. Und wenn Du zu widersprechen wagst, sagt man Dir nur: „Das war schon immer so“. Mein Kind, dann wehre Dich bloß!

 

Und wenn Du ein Junge wirst, ist es Deine Pflicht, in einen sinnlosen Krieg zu ziehen. Ganz egal ob Du willst, oder nicht! Mein Sohn. Wenn Du Deine Zärtlichkeit verlierst, weil man Dir sagt: „Ein Mann hat stark zu sein!“, dann hab ich bei Dir versagt!

 

Denn ich weiß, Du stehst vor mir. An einem fernen Tag. Und fragst mich warum habe ich Dir, das alles nicht erspart?

 

Mein Kind. Nicht geboren und nicht mal gezeugt. Ich denk an Dich. Und habe Angst davor, dass Du am Leben zerbrichst!

Mögen diese Zeilen alle Leser zum Innehalten bewegen.